Geschichte des Weingutes

Geschichte des Weingutes

Geheimtipp seit 1154: Das Weingut Kloster Pforta

Unser Weingut liegt mitten im Herzen einer uralten, ausgesprochen reichen Kulturlandschaft mit einer über eintausend Jahre alten Weinbaugeschichte.

998

Erste urkundliche Erwähnung des Weinbaus an Saale und Unstrut.

1137

Gründung des Zisterzienser-Klosters Pforta mit dem Namen St. Mariae ad Portam.

1154

Als erste Weinlage des Klosters wird der Pfortenser Köppelberg aufgerebt und erstmals urkundlich erwähnt. Er liegt unweit des Klosters und wird heute noch von unserem Weingut bewirtschaftet – und das im Sinne der Mönche: Denn moderne Weinbauerrungenschaften verbinden wir behutsam mit naturnahen ökologischen Methoden oder alten und neu kultivierten Rebsorten. Mit dem Wissen um unsere Herkunft schärfen wir heute den Blick für unsere Zukunft.

1378

Die Mönche des Klosters kultivieren nun auch im Saalebogen zwischen Bad Kösen und Naumburg Wein. Zur Unterbringung werden Klausen gebaut. Diese Häuser, die sogenannten Saalhäuser, bilden heute den historischen Kern unseres Weingutes. Das älteste Gebäude unseres Weingutes, die bereits 1378 erwähnte Moritzklause, erinnert an die Mönche und dient heute als Probierstube.

um 1500

Die Rebfläche im Gebiet Saale-Unstrut beträgt Ende des Mittelalters über 6.000 Hektar. Bis heute ist diese weitflächige Verbreitung an der Namensgebung des „Weinberg-Campus“ in Halle sowie etlicher Straßennamen in der Region zu erkunden. Doch nur ein Jahrhundert später beginnt der Rückgang des Weinbaus durch eine Vielzahl von Faktoren: Krieg, Veränderung des Klimas und Konkurrenzprodukte wie Südwein, Bier und Kaffee.

1540

Schließung des Klosters als Folge der Reformation und Gründung der Landesschule Pforta im Jahre 1543 durch Herzog Moritz von Sachsen.

um 1815

Das Anbaugebiet Saale-Unstrut wird nach dem Wiener Kongress preußisch, die Rebflächen werden wieder vergrößert.

1887

Mit dem Fund der ersten Reblaus in Freyburg ist der Aufschwung des Weinbaus in der Region erneut bedroht. Durch Forschungsarbeit in den Saalhäuser Weinbergen und im Gosecker Dechantenberg wird das Aufpropfen von Europäerreben auf Amerikanerunterlagen als wirksames Mittel im Kampf gegen die Reblaus erkannt.

1949

Das Weingut wird Volkseigenes Gut und die Saalhäuser zum Verwaltungssitz. Die Rebfläche wächst in den Folgejahren auf 120 Hektar an.

1993

Durch die offizielle Übernahme durch das Land Sachsen-Anhalt befindet sich das Landesweingut nun im erlesenen Kreis der Deutschen Staatsweingüter.

2008

Umwandlung der Rechtsform in eine GmbH. Mit knapp 50 Hektar ist das Landesweingut Kloster Pforta heute das größte Einzelweingut an Saale und Unstrut.